Jedes Jahr beginnt um den Anfang des Herbstes auch die Zeit des Weihnachtsgebäcks in Deutschland. Egal, ob selbstgebackenes oder gekauft aus den Supermarktregalen. Eines der wohl beliebtesten Süßgebäcke der Weihnachtszeit ist wohl der Spekulatius. Dieser süß-würzige Keks ist beliebt bei beinahe allen Altersklassen. Sucht man Rezepte, um die Spekulatius nach zu backen, stößt man zumeist auf ein Wort, das vielen ein Fragezeichen auf die Stirn zaubert. Es handelt sich um die „Spekulatiuswalze“ oder manchmal auch „Spekulatiusrolle“. Worum es sich dabei handelt und wofür man es benötigt, erklären wir in diesem Artikel.

Wofür braucht man die Spekulatiuswalze?

Wenn man sich die Bezeichnungen „Spekulatiusrolle“ oder „Spekulatiuswalze“ ansieht, erklärt das schon ein wenig, worum es sich eigentlich handelt. Walze oder Rolle klingt schon nach etwas, was man über den Teig führt und man könnte vermuten, dass es darum geht den Spekulatiusteig auszurollen. Aber tatsächlich findet die Spekulatiusrolle ihren Einsatz erst nach dem Ausrollen des Teigs, wenn es darum geht die einzelnen Kekse mehr oder weniger auszustechen und vor allem das berühmte Muster auf das Gebäck zu formen. Die Spekulatiusrolle ist also nicht unabdingbar, um Spekulatius daheim selbst zu backen, es muss letztendlich jeder für sich selbst herausfinden, ob er das Muster, welches der Keks durch die Spekulatiuswalze erhält, unbedingt benötigt oder nicht. Für das richtige Weihnachtsgefühl können die Motive der Nikolauserzählung oder altbekannte Herkunftsmotive (wie der Bauernhof oder die Windmühle für Belgien und die Niederlande) definitiv allein durch Anschauen sorgen.

Wie ist die Spekulatiuswalze aufgebaut?

Sieht man zum ersten Mal eine herkömmliche Spekulatiusrolle, wird man zumeist recht erstaunt sein. Auf den ersten Blick kann man die Walze nämlich sehr leicht mit einer Malerrolle verwechseln. Es gibt einen Rahmen inklusive Griff, der die Spekulatiusrolle hält und womit man sie führen kann. Im vorderen Bereich ist dann die Rollform aus Silikon, Plastik oder Holz angesiedelt, die dann mit leichtem Druck das Muster auf der Keksoberfläche hinterlässt.

Es gibt allerdings auch einige andere Varianten der Spekulatiuswalze, die an unterschiedliche Küchenhelfer erinnern. So gibt es beispielsweise eine Spekulatiusrolle, bei der das Muster auf die Oberfläche eines Nudelholzes gesetzt wurde. Für die Minimalisten gibt es auch eine Handrolle ohne Rahmen, die man dann durch Druck der Handfläche auf den Spekulatiusteig drückt und drüber rollt. Es gibt also, wie beinahe überall, auch hierbei individuelle Möglichkeiten.

Gibt es Alternativen zur Spekulatiusrolle?

Wer für sich denkt, dass eine Spekulatiuswalze nichts für ihn oder sie ist, der hat auch einige Alternativen. So gibt es Silikonformen, in die man den Teig hereinpresst und so das bekannte Muster erhält. Dieses Vorgehen erinnert an die traditionelle Herstellung von Spekulatius. Dabei wurde nämlich Teig durch einen Holz- oder Metallmodel in seine Form gepresst. Wem die Anschaffung eines extra Gadgets allein für die Motivherstellung zu viel ist, der kann auch einfache Keksformen nehmen. Der Kreativität sind hierbei wie üblich keine Grenzen gesetzt.

Fazit: Die Spekulatiusrolle ist ein nettes Gadget, mit dem man beim Backen des Weihnachtsklassikers auch die traditionellen Motive auf die Kekse bringt. Wem das zu viel Spielerei oder Kosteneinsatz hat, der kann beruhigt sein, denn die Spekulatiuswalze ist nicht essenziell für den Geschmack des Gebäcks.

One thought on “🍪⚙️Was ist eine „Spekulatiuswalze“?

  1. Das wäre ja auch ein cooles Weihnachtsgeschenk für wen der gern backt. Ich kenn bisher nur so wabbelige Gummiformen vom DM und keine Spekulatiusrolle. Kann man ja safe auch für andere plätzchen hernehmen.

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